Dilbert

Die Serie um Antiheld Dilbert ist ein besonders gutes Beispiel für den hohen Stellenwert, den Comicstrips für Millionen Leser genießen. Vor allem Angestellte großer Firmen sind fest davon überzeugt, dass der Ingenieur und unfreiwillige Single in genau ihrem Unternehmen beschäftigt ist, denn Dilberts Probleme sind universell:

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Bürokratie, ahnungslose Vorgesetzte, Inkompetenz an allen Ecken und Enden. Die tägliche Dosis Dilbert ist daher dringend notwendig für einen einigermaßen ausgeglichenen geistigen Haushalt von Millionen Lesern.


Dilbert hat viele Facetten. Die offensichtlichste ist eine satirische Offenlegung der Absurditäten des Arbeitsalltags. Darüber hinaus spielt der 1957 in Windham, N.Y., geborene Dilbert-Autor Scott Adams aber auch mit einer Vielzahl Stereotypen, mit denen man es immer wieder zu tun bekommt: Kollege Wally, dessen Hauptaufgabe darin besteht, sich immer wieder neue Methoden auszudenken, sich vor der Arbeit zu drücken, die qualifizierte und überambitionierte Kollegin Alice, deren Leistungen immer wieder übersehen werden, oder Asok, der schlecht bezahlte, ewige Praktikant.

Trotz allem Wahnwitz und aller Skurrilität in Dilberts Bürozellen-Universum – die Figuren und Situationen sind teilweise so nah an der Realität, dass einem das Lachen im Halse steckenbleiben kann – genau der Effekt, den gute Satire erzielt.

Dilbert, Internationale Comics, Syndication