Peanuts

17897. Eine beachtliche Zahl. Die Anzahl von Charlie Browns Versuchen, den Ball zu treffen? Snoopys Tanzschritte pro Minute? Nicht ganz...

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Es ist die Gesamtmenge der Peanutstrips; dem Raum, in dem sich eines der großartigsten, interessantesten und beliebtesten Kapitel der Comicgeschichte ausbreitet.

Charles M. Schulz heißt der geistige Vater der Peanuts. Und als geistiger Vater war er alleinerziehend: vom ersten bis zum letzten Strip – beinahe 50 Jahre lang – erdachte und zeichnete er jede einzelne der 17.897 Folgen im Alleingang.

Eigentlich ist es merkwürdig, dass ausgerechnet ein Strip Comicgeschichte schreibt, dessen Hauptfigur so gar nichts Heldenhaftes hat. Charlie Brown ist ein Verlierer. Sein Leben ist eine einzige große Misserfolgsstory: Ungezählt sind die Niederlagen seiner Baseballmannschaft, ungezählt die Male, in denen sich sein Drachen im Baum verheddert. Und doch ist da diese unerschütterliche Entschlossenheit, auch unter den widrigsten Umständen niemals aufzugeben. Selbst wenn das bedeutet, als Letzter auf dem Baseballplatz zu stehen, während die Gegner schon längst ihren Sieg feiern. Charlie Brown bekommt keine Valentinskarte und beim Trick or Treat zu Halloween bekommt er immer nur Steine statt Süßigkeiten – aber all das ist noch lange kein Grund, es nächstes Jahr nicht wieder zu versuchen! Dieser eiserne Wille scheint denn auch ein Schlüssel für die Beliebtheit der Figur zu sein: Kurz nach der Ausstrahlung von „Be my Valentine, Charlie Brown“, und „Der große Kürbis“ erhielt der Sender  säckeweise Valentiskarten und Süßigkeiten mit der Bitte, alles an Charlie Brown weiterzuleiten.

Peanuts, Internationale Comics, Syndication